Mittwoch, 24. September 2008

Auf der Arbeit

Seit montag arbeiten andy und ich jetzt bei Angiotech, einem eher kleineren unternehmen, das nadeln für spritzen und andere ähnliche sachen herstellen. (Man)Fred, der gründer ist ein deutscher (schätzungsweise über 70), der mit 14 jahren in die usa gekommen ist. Auf jeden fall ein sehr lockerer typ und kann auch ziemlich gut deutsch, obwohl er jetzt versucht nur noch auf englisch mit uns zu reden. Die fachausdrücke kennt er aber nur auf englisch.

Unser chef (kevin) ist ein ehemaliger purdue student, der beim ersten GEARE austausch 2003 teilgenommen hat. Er war mit uns am ersten tag frühstücken und hat uns auch zum mittagessen mitgenommen. Seit gestern nehmen wir aber unser eigenes essen mit. In der regel sollen wir zwischen 8 und 8:30 uhr im betrieb sein. Das ist besonders angenehm, weil man sich dann morgens nicht ganz so abhetzen muss. Wir peilen 8 uhr an und kommen dann 8:15 an...

da wir nur fahrräder haben, haben einige mitarbeiter angeboten uns mit dem auto abzuholen falls es regnen sollte. Es geht wirklich sehr familiär zu und alle sind super nett. Überhaupt ist das mit dem fahrrad net ganz so einfach. Wenn wir nicht einen riesen umweg fahren wollen, müssen wir über nen 8-spurigen highway. Jetzt müssen wir über google maps noch auschecken, ob es da nicht eine bessere strecke gibt.


Jetzt zu unserer aufgabe:

Für die produktion von nadeln zur knochenmarkentnahme haben sie eine neue schleifmaschine entwickelt, die zu 10% mechanisch und zu 90% elekrtochemisch material abträgt (ähnlich zur elektrolyse). Nachdem uns Fred gestern eingewiesen hat und uns ein paar unterlagen zum durchlesen gegeben hat, durften wir heute die ersten testläufe durchführen. In den nächsten tagen und wochen müssen wir für die maschine die optimalen betriebsbedingungen ermitteln. Das bedeutet natürlich gaaanz viele versuche. Mal schauen wie spannend das wird.

Kevin hat schon angedeutet, dass danach noch eine weitere aufgabe auf uns zukommt. Wann das sein wird hängt davon ab, wie schnell wir mit unserem ersten projekt vorankommen.


Es ist schon ziemlich fasziniered wie viele maschinen hier selbst enwickelt wurden, um kosten zu senken und die produktivität zu erhöhen. Ich könnte mir später wirklich vorstellen mal in so einem kleineren unternehmen zu arbeiten und dort die maschinen zu optimieren. Wäre sicher auch eine alternative zu den ganz großen namen.

ich meld mich dann, wenn es wieder was neues zu berichten gibt.

Montag, 22. September 2008

Erstes Wochenende

Ich knüpfe dann mal einfach beim letzten post an:

Wir sind in Wheeling am Bahnhof angekommen und hatten erstmal keinen plan wie wir zu unserem appartement kommen, weil wir es beide vercheckt haben nochmal auf die karte zu schauen bevor wir los sind. Also haben wir uns ein taxi bestellt und sind etwas angenehmer ans Ziel gekommen als geplant. Zwar war das nur eine entfernung von ca 1,5 km, aber sich bei passanten nach dem weg durchzufragen gestalltet sich in den staaten ziemlich kompliziert. Fast alle sind nur mit dem auto unterwegs.

In unserer wohnung angekommen waren wir erstmal ziemlich begeistert, wie diese ausgestattet ist: riesiger backofen,kühlschrank, 2 mikrowellen, spülmaschine,balkon, kamin, riesiges bad und natürlich ein begehbarer kleiderschrank. Das einzige manko ist, dass wir nur ein schlafzimmer haben.

Am ersten tag haben wir uns an der information gleich mal eine karte von wheeling ausdrucken lassen, um zum nächsten walmart zu kommen. Dieser ist etwa 5 km entfernt. Also haben wir unsere rucksäcke geleert und sind auf große tour gegangen, um den kühlschrank etwas füllen zu können. Zusätzlich wollten wir uns auch räder zulegen, um nicht immer so weit laufen zu müssen. Für ca 90$ haben wir uns dann richtig heiße stylische babyblaue kinderfahrräder gekauft. Freut euch schon mal auf die bilder!!

Wir haben uns von allem natürlich immer die größten Packungen gekauft und diese sind etwas größer als in deutschland. Nach 2 tagen einkaufen haben wir jetzt alles wichtige in der wohnung und müssen vllt nur noch alle 2 tage kleinigkeiten besorgen.

Am Samstag haben wir uns den Kabel/Internetmann bestellt, der uns 2 Stunden später schon alles eingerichtet hat. Von ihm haben wir dann auch erfahren, dass am wochenende keine züge von unserer station nach chicago fahren. Wir müssten dafür ca 9 km zum nächsten suburb fahren, weil dort eine ander linie durchführt. Sowieso war das ein ziemlich cooler typ, der die ganze zeit nur geredet hat uns ein paar sehr wichtige tipps gegeben hat. Ohne ihn wären wir ganz schön aufgeschmissen gewesen.

Am Sonntag sind wir dann auch wirklich nach chicago. Die bilder sind schon online und sagen mehr aus als ich hier formulieren könnte. Ich habe jetzt auch zusätzlich ein paar Bildunterschriften hinzugefügt, damit es nicht ganz so langweilig ist.

Demnächst folgen ein paar bilder von wheeling, unserer wohnung und natürlich unseren flitzern...



Samstag, 20. September 2008

Die ersten Tage

Servus leute,


jetzt bin ich schon seit ein paar tagen hier in den staaten und hab natürlich auch schon einiges erlebt. Hier werd ich euch über meine erlebnisse auf dem laufenden halten. Bitte nicht böse sein, wenn ich nicht regelmäßig dazu komme, aber ich versuche mein bestes regelmäßig was zu schreiben. Rechtschreibfehler und grammatikfehler solltet ihr einfach überlesen.


Am dienstag sind wir gegen 5 uhr ortszeit in chicago angekommen. Flug war soweit ok, hab es mir auf jeden fall anstrengender vorgestellt. Vier unserer amerikaner, die die letzten 7 monate in deutschland waren, haben uns mit ihren autos abgeholt, was die fahrt nach west lafayette an die uni wesentlich erleichtert hat. Leider gabs einen ziemlichen stau weil der hurriken ike bis nach chicago gekommen ist und da mit viel regen auch für überflutungen gesorgt hat. Und außerdem haben wir uns noch verfahren. Dadurch hat die fahrt an die 5 stunden gedauert.

Das erste essen war dann natürlich beim mäcces auf der fahrt nach lafayette und an der uni angekommen gings noch zu tacco bell. Von den preisen ist fastfood hier wesentlich günstiger als in deutschland. Auch getränke mit free refill sind eher günstiger. Leitungswasser gibt’s überall um sonst. Das ist dann leitungswasser und schmeckt leicht nach chlor.

Insgesamt sind wir 11, die jetzt vorhaben die staaten unsicher zu machen. 9 wurden in purdue village- einem studentenwohnheim- untergebracht. Jahannes und ich haben beim andrew und kyle in der wohnung gepennt. Der erste eindruck von purdue war schon überwältigend. Es ist unglaublich wieviel geld die uni hat, was man auch sofort auf den ersten blick an den ganzen gebäuden und den grünanlagen sieht. In deutschland st das mit 500 euro studiengebühren ziemlich undenkbar.


Am tag drauf gabs einiges organisatorische an der uni zu erledigen: Krankenversicherung abchecken, tuberkulosetest, und dann noch eine id beantragen. Leider hat das mit der student-id bis jetzt net geklappt. Ist etwas schade, weil man doch einige vergünstigungen damit bekommt. Jetzt hoff ich, dass es alles klappt, wenn wir das nächste mal an die uni kommen. Das wird vllt schon in 2 wochen der fall sein, wenn wir zum football spiel nach purdue fahren.

Am donnerstag abend waren wir dann im cactus, einem tanzlokal/club an der uni. Ich glaube das ist die einzige bar mit tanzfläche. Ich denke, dass ich im nächsten semester recht häufig hingehen werde. Eintritt waren 5 $, danach hat man sich einen etwas größeren becher für 2,50$ gekauft, in dem man dann all seine getränke bekommen hat. Auffüllen mit bier kostet 25 cent, long island kostet 3$. man kommt also recht günstig weg, vor allem, weil man den becher behalten darf und beim nächsten mal nicht nochmal kaufen muss.


Am nächsten tag ging um ca 8:30 unser zug nach chicago (der einzige an diesem tag), den wir auf jeden fall erwischen mussten. Wenn andrew mich nicht geweckt hätte, hätt ich total verpennt. War doch ein sehr langer abend davor:) ich hatte noch 15 min zeit um mich fertig zu machen und bin total verwirrt durch die ganze wohnung gelaufen und hab alles was nach meinem zeug aussah in den koffer geschmissen. War aber ziemlich klar, dass ich dabei was vergesse. In wheeling-meinem zu hause für die nächsten 3 monate- angekommen, hab ich festgestellt, dass ich meine winterjacke und mein duschzeug net mitgenommen hab. Ist jetzt glaube ich noch nicht so schlimm, weil man sich zur zeit kein besseres wetter wünschen kann. Wir hatten bisher immer über 20 grad und sonnenschein den ganzen tag. In den nächsten tagen soll sich das auch nicht ändern.

Auf der zugfahrt konnten wir dann aber gut schlafen, weil der zug saumäßig groß war und ziemlich langam gefahren ist. Hatte zum schluß auch 1 stunde verspätung als wir in chicago angekommen sind. Jetzt hatten andy und ich noch 1,5 stunden in chicago bis unser zug nach wheeling gefahren ist, daniel und aurelia mussten ganze 7 stunden warten bis der zug nach st joseph kam und bastian ist bei einem kumpel in chicago geblieben, um am nächsten tag einen frühen zug bis irgendwo in wisconsin zu bekommen. Wir haben unsere tickets gekauft und sind aus der union station raus, um endlich was zum essen zu kaufen. Es war so ein kleinerer sandwichladen um die ecke, in dem wir unser frühstück gekauft haben, was sich im nachinein als sehr gute entscheidung rausgestellt hat: ich hab da das mit abstand beste gekaufte sandwich gegessen.


Wie wir dann schließlich in unsere wohnung gekommen sind, werd ich bei elenheit schreiben. Andy will jetzt auch noch was in seinen blog schreibe und da er einen genau so chaotischen morgen wie ich hatte, hat er sein ladekabel fürs notebook in lafayette vergessen. Wir müssen uns jetzt mein laptop teilen.

Allgemein kann ich nur sagen, dass es mir hier unglaublich gut gefällt. Alles ist größer und ich liebe es so viel leute englisch sprechen zu hören. Wenn ich mir irgendwas bestell und der junge kerl dann anfängt bissl slang smalltalk zu machen und eine fragt wie der tag war, ist das nur noch gut. Die leute im dienstleistungssektor sind sowieso viel freundliche als in deutschland.


So, mehr gibt’s dann demnächst.